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Pragmata Sketchbook

  • Autorenbild: Mikel
    Mikel
  • 24. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Anatomie eines Knalls


Als sehr großer Fan von Capcom habe ich mir mal die Demo ihres neuesten Spiels ausprobiert. Die Zutaten von Pragmata sprechen mich ehrlich gesagt nur bedingt so an. Sci-Fi fasziniert mich meist nicht so, obwohl ich viele Szenarios und Settings dieses Genres interessant finde. Und Vater-Kind-Geschichten finde ich oft klischeehaft und gelinde gesagt langweilig. Da mir aber der Koch gefällt wollte ich zumindest mal reinschauen.


Ex Machina


Im Grunde ist Pragmata ein stinknormaler Third-Person-Shooter im Sci-Fi-Setting. Den Anzug des Protagonisten Hugh hat man so ähnlich schon tausend mal gesehen, die metallischen Gänge ohne jedwedes Flairauch und ob die Hologramme jetzt blau, gelb oder pink sind macht das Spiel- und Artdesign auch nicht weniger generisch. Wenn da nicht das Androidenmädchen Diana wäre. Wobei man sich fragen kann, warum zum Epstein die hyperintelligenten Roboter wie kleine, blonde Mädchen aussehen und sich auch so verhalten. Die feindseligen Roboter hingegen sind buchstäblich aus dem 3D-Drucker und könnten nicht weniger visuelle Identität besitzen. Ich weiß, dass es darum geht den Beschützerinstinkt zu wecken und die familiären Bande zwischen Hugh und Diana auszuarbeiten. Ein kleiner Teil von mir findet das unendlich seltsam und hätte gerne eine schlüssige Begründung für diese Designentscheidung, die in der Demo nicht gegeben wird.



Ist sie nicht niedlich?!?
Ist sie nicht niedlich?!?

Spielmechanisch hebt Diana Pragmata über das Level eines generischen Third-Person-Shooters der PS360-Ära. In der Demo gab es nur vier Waffen, wovon eine nur nach einmaligen Abschluss der Demo verfügbar ist. Deshalb habe ich die nicht ausprobiert. Weitere seltsame Doppeldeutigkeit: Der Name der Waffe ist "Penetrator". Bei den restlichen drei sind eine Pistole und eine Schrotflinte dabei, wie man sie schon hundertmal gesehen hat. Die andere schießt, ähnlich wie der Anzug im Dead Space Remake eine Staseblase ab. So hat man mehr Zeit zum Hacken, während man die Gegner beschießt. Das ist auch die spielmechanische Besonderheit des Spiels. Während man mit den Facebuttons durch ein Grid navigiert, um die Gegner zu schwächen, benutzt man den Rest des Controllers in klassischer Third-Person-Shooter-Manier. Das geht auch erstaunlich gut von der Hand und ist wesentlich weniger verwirrend, als es klingt.


Weniger Hirnkrampf als bei einem Twin-Stick-Shooter.
Weniger Hirnkrampf als bei einem Twin-Stick-Shooter.

Auf "Standard" fand ich es ehrlich gesagt auch zu einfach. Ich habe mit Erkunden weniger als 20 Minuten gebraucht und alles im ersten Versuch geschafft. Das obwohl ich mit dem behäbigen Movement nicht so klar gekommen bin. Es ist nicht so träge wie beim schon angesprochenen Dead Space Remake, aber bei Weitem nicht so explosiv dynamisch wie bei Vanquish. Das Leveldesign war schön klassisch, also ein Hauptpfad mit ein paar Abzweigungen. Alles war auch fein säuberlich in Abschnitte unterteilt, was einem Spiel dieser Art meiner Meinung nach richtig gut tut. Technisch gab es auf der PS5 Pro nichts zu beanstanden. Die Musik hab ich ehrlich gesagt nicht registriert. Auf Japanisch machen die beiden Protagonisten einen guten Eindruck, aber mehr lässt sich bei so einem kurzen Abschnitt auch nicht einschätzen.



Fazit


Man hat vielleicht schon rauslesen können, dass mich die Sketchbook Demo von Pragmata nicht wirklich überzeugt hat. Die Ideen sind nett und das es mal wieder eine neue AAA-IP gibt richtig cool. Nur hat mich die Besonderheit des Titels gar nicht bezaubert, weshalb es für mich nur ein Sale-Kandidat ist.


Plattform: PS5 Pro


Spielzeit: Knapp 30 Minuten


Schwierigkeitsgrad: Standard


Sprache: Japanisch (Sprachausgabe)/ Deutsch (Texte)


Weitergespielt/Gekauft? Im Sale für 20€


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