Tagebuch - Johns joviales Joystick-Journal
31.8.-6.9.2026
Meine Gaming-Woche: Resonance als Überraschungserfolg, Blood of Dawnwalker und ein Blick auf DLSS 5
Diese Woche war spielerisch überraschend vollgepackt, obwohl ich aktuell keinen Urlaub habe und die Spielzeit meist auf die Abendstunden beschränkt blieb. Im Mittelpunkt standen vor allem zwei Story-Spiele: Zum einen konnte ich Resonance: A Plague Tale Legacy abschließen, zum anderen habe ich endlich mit Blood of Dawnwalker anfangen können. Der Hypetrain hat schon so laut getutet, dass ich fast vorbestellt hätte. Dazu kamen einige Runden mit meiner festen Helldivers-2-Crew, erste Eindrücke von Pacific Drive sowie diverse kleine Ausflüge in andere Spiele.
Resonance: Plague Tale Legacy
Den Großteil meiner Spielzeit habe ich in dieser Woche mit Resonance verbracht. Eigentlich war ich mir lange nicht sicher, ob ich das Spiel überhaupt noch vor dem Release von Blood of Dawnwalker anfangen sollte. Nachdem aber sowohl Crownie als auch KundeX aus unserem Discord-Kanal sehr positiv davon gesprochen hatten, habe ich spontan angefangen und das Spiel innerhalb von drei Abenden durchgespielt. Wenn ich ehrlich bin war auch eine unbeabsichtigte Nachtschicht dabei.

Da hilft sicherlich, dass ich nicht zu den Spielern gehöre, die jeden Quadratmillimeter einer Karte absuchen. Für mich stehen Story, Charaktere und die Hauptinhalte im Vordergrund. Entsprechend kam ich zügig voran und hatte an allen drei Abenden eine hervorragende Zeit.
Im dazugehörigen Test habe ich bereits ausführlich geschrieben, warum ich das Spiel für den bisher besten Teil der Reihe halte. Die Entwickler haben das Gameplay sinnvoll erweitert und bieten deutlich mehr Abwechslung als zuvor. Besonders die Kämpfe haben mich positiv überrascht. Auch grafisch macht das Spiel eine Menge her.
Ganz fehlerfrei ist die Reihe jedoch weiterhin nicht. Wie schon bei den Vorgängern zieht sich das letzte Drittel etwas zu sehr in die Länge. Wenn die Entwickler hier künftig etwas konsequenter kürzen würden, wäre das für mich ein echter Kandidat für die Spitzenklasse. Hat er da Goty auf der Zunge gehabt? Kann schon sein.
So verliert das Spiel gegen Ende etwas an Schwung.
Trotzdem bleibt mein Fazit eindeutig: Resonance ist besser geworden, als ich erwartet hatte, und für Freunde storylastiger Actionadventure Spiele eine klare Empfehlung, warum lest Ihr in meinem Test.
Blood of Dawnwalker
Der große Release der Woche war natürlich Blood of Dawnwalker. War ich da vorfreudig! Viel Zeit konnte ich bisher zwar noch nicht investieren, aber die ersten Stunden haben bereits einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.
Ich möchte das Spiel gar nicht auf die einfache Formel "The Witcher ist zurück" reduzieren, aber wer The Witcher 3 geliebt hat, dürfte sich hier schnell zuhause fühlen. Das Spiel füllt genau jene Lücke, die viele Rollenspielfans seit Jahren verspüren.

Dabei ist Blood of Dawnwalker kein perfekter AAA-Gigant. Man merkt an verschiedenen Stellen die typischen Ecken und Kanten eines ambitionierten Double-A-Titels. Gleichzeitig ist das Gesamtpaket erstaunlich stark. Besonders das Questdesign, die Zeitmechanik und die Einbindung von Nebenaufgaben gefallen mir bisher sehr gut.
Grafisch hatte ich mir etwas mehr erhofft, spielerisch überzeugt das Ganze dafür umso mehr. Hinzu kommt, dass das Spiel sehr deutlich darauf ausgelegt scheint, mehrfach durchgespielt zu werden. Aktuell habe ich das Gefühl, dass mindestens zwei, möglicherweise sogar drei Durchgänge interessante neue Perspektiven eröffnen könnten.
Außerdem positiv: Technisch läuft das Spiel überraschend sauber, vor allem vor dem Hintergrund, dass es mit der Unreal Engine läuft. Die Entwickler haben auch bereits mehrere Hotfixes veröffentlicht und wirken sehr engagiert. Verglichen mit dem Release-Zustand von The Witcher 3 steht Blood of Dawnwalker bedeutend besser da.
Helldivers 2 bleibt mein Heimathafen
Wie so oft durfte auch Helldivers 2 in dieser Woche nicht fehlen. Gemeinsam mit meiner festen Crew (Winkewinke!) haben wir mehrere Abende mit der aktuellen Major Order verbracht.
Da sich der Fokus diesmal auf die Bugs konzentrierte, waren wir überwiegend auf Schwierigkeitsgrad 10 unterwegs. Mal zu dritt, mal zu viert. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir keine einzige Mission verloren haben und jedes Mal vollständig evakuieren konnten.
Der große Reiz von Helldivers liegt für mich weiterhin im Teamspiel.

Wenn sich jeder auf eine bestimmte Aufgabe spezialisiert, unterschiedliche Stratagems mitbringt und die Verantwortung für verschiedene Gegnertypen übernimmt, entsteht ein Spielfluss, den nur wenige Koop-Titel erreichen.
Für mich bleibt Helldivers 2 deshalb auch nach zwei Jahren und hunderten Stunden einer meiner persönlichen Gaming-Heimathäfen.
Kurze Eindrücke: Pacific Drive, Valheim und mehr
Eigentlich sollte Pacific Drive die Wartezeit auf Blood of Dawnwalker überbrücken. Nach den ersten Stunden bin ich überzeugt, dass es ein gutes Spiel ist. Allerdings habe ich aktuell schlicht keine Lust auf genau diese Art von Spiel. Deshalb wandert es vorerst auf den Stapel für später.

Für unsere geplanten Multiplayer-Abende habe ich außerdem noch einmal kurz in Valheim sowie in No more room in hell 2 hineingeschaut. Beide Titel stehen als mögliche Gruppenprojekte auf dem Plan, weshalb ich mir vorab noch einmal einen Eindruck verschaffen wollte.


Daneben habe ich ein wenig Yooka-Laylee gespielt. Einfach mal wieder ein klassisches Jump'n'Run einzulegen, tat überraschend gut und sorgte für eine angenehme Abwechslung
zwischen den großen Rollenspielen.

Außerdem standen auf der Switch 2 einige lockere Runden Boomerang Fu und Mario Kart World auf dem Programm. Gerade Boomerang Fu ist für schnelle Mehrspieler-Runden weiterhin ein echter Geheimtipp, besonders wenn man mit mehreren Leuten auf der Couch spielt. Im Gegensatz zu einem Overcooked ist die Hürde auch eine kleine und man schreit sich nur selten an.
Rückkehr zu Forza Motorsport
Auch Forza Motorsport habe ich in dieser Woche wieder installiert, einfach weil ich Lust auf ein Rennspiel hatte, das sich online gut mit Controller spielen lässt.
Nach wie vor halte ich das Spiel vor allem im Multiplayer für stark. Das Problem ist inzwischen allerdings die deutlich geschrumpfte Spielerbasis. In den offenen Klassen dominieren fast ausschließlich die Meta-Fahrzeuge, was den Reiz vieler Rennen spürbar reduziert.

Deshalb konzentriere ich mich aktuell hauptsächlich auf die Spec-Races. Dort ist die Fahrzeugvielfalt höher und die Rennen machen deutlich mehr Spaß.
Experimentieren mit DLSS 5
Abseits des eigentlichen Spielens habe ich auch etwas Zeit mit den ersten DLSS-5-Experimenten verbracht. Die entsprechende DLL wurde aus einer Build von NBA 2K27 extrahiert und kann mit verschiedenen Modifikationen bereits in anderen Spielen getestet werden.
Mein Haupttestfeld war Cyberpunk 2077. Die Ergebnisse fallen gemischt aus.
Beeindruckend finde ich vor allem die Verbesserungen bei Beleuchtung, Schattenwurf und Materialdarstellung. Gerade Umgebungen wirken vielerorts realistischer und atmosphärischer.
Deutlich kritischer sehe ich dagegen die Veränderungen bei Gesichtern. Hier wirkt vieles momentan wie ein Schritt ins Uncanny Valley. Zahlreiche Charaktere sehen zusätzlich zehn bis zwanzig Jahre älter aus, was für mich den Zugewinn an Realismus zum großen Teil wieder zunichtemacht.

Mein Eindruck ist aktuell daher folgender: Bei Spielen mit ausgeprägtem Fotorealismus kann DLSS 5 enormes Potenzial entfalten. Sobald jedoch ein Titel einen klaren eigenen Kunststil verfolgt, greift die Technologie momentan zu stark in die ursprüngliche Vision der Entwickler ein. Das Beispiel von Cloud aus Final Fantasy zeigt für mich sehr deutlich, wo die Grenzen aktuell noch liegen.
Außerdem gesehen
Abseits der Spiele habe ich endlich die aktuelle Staffel von Shrinking auf Apple TV+ nachgeholt. Für mich weiterhin eine der besten Serien der letzten Jahre. Die Mischung aus Humor, Herz und starken Figuren funktioniert einfach hervorragend.

Außerdem liefen im Wochenrhythmus weiterhin Ghost in the Shell, Chainsmoker Cat sowie Reacher. Gerade bei Reacher bleibt Staffel 1 für mich zwar bislang unerreicht, Staffel 4 macht bisher aber einen deutlich besseren Eindruck als Staffel 3.
Am Sonntag stand für mich als Motorsportfan dann noch die Formel 1 in Monza (Forza Kimi!) und das Indycar Saisonfinale in Laguna Seca an.
Fazit der Woche
Die Woche gehörte klar den Rollenspielen. Resonance: Plague Tale Legacy hat sich für mich als deutlich stärker herausgestellt als erwartet und gehört inzwischen zu meinen Lieblingsspielen der Reihe. Gleichzeitig macht Blood of Dawnwalker einen so vielversprechenden ersten Eindruck, dass ich mir kaum vorstellen kann, in den kommenden Wochen etwas anderes spielen zu wollen.
Dazwischen sorgten Helldivers 2, ein paar Multiplayer-Abende und interessante Technik-Spielereien mit DLSS 5 für die nötige Abwechslung. Eine rundum starke Gaming-Woche also.
Spiel der Woche: Resonance: Black Tail Legacy
Größte Überraschung: Wie stark Resonance beim Kampfsystem und Gameplay zugelegt hat
Plan für nächste Woche: weitere Stunden in Blood of Dawn Walker und dann schauen wir mal, ob noch Zeit für anderes bleibt. Ich erwarte nächste Woche eigentlich nur die Anzahl der bloodgewalkten Stunden als Wochenupdate ^^





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