Crimson Desert – Nicht nur die Wüste ist blutrot
Diesem Spiel und dem Hype kann man aktuell ja gar nicht entkommen. Daher sind wir froh, euch so nah zu Release gleich ein ausführliches Review zu liefern.
Denn die offiziellen Testversionen waren doch stark unterschiedlich zu den Kaufversionen. Die Day-1-Patches haben da wohl schon einiges glattgebügelt.

Bei den ersten Trailern war ich schon stark interessiert. Je näher es zum Release kam, desto mehr hatte ich Zweifel. Die ersten Tests waren auch „all over the place“. Von Bughölle zu GOTY 2026. Da war einiges drin. Und um es schon mal vorwegzunehmen. Crimson Desert ist ganz klar auf der GOTY-Seite.
Mein Sweetspot
Auch wenn es sich anders anfühlt. Gute Open-World-Spiele sind gar nicht so häufig. Und ich habe dafür eine große Schwäche. Die können dann auch gerne mit Ecken komme oder auch das Gegenteil. Ich weiß, ich weiß. Ich werde gleich gekreuzigt, aber ich mag die Ubisoft-Open-World-Games. Glattgebügelt. Nix davon bleibt in der aktuellen Zeit auf dem Olymp der Videospiele. Aber ich hatte dabei meist eine gute Zeit. Auch hier ein kleiner Spoiler. Ich spiele diese Spiele selten durch. Das sind für mich Themenparks.
Wenn ich dann 20h, 30h oder 60h darin verbracht habe und mir das freie Erkunden Spaß gemacht hat, dann bin ich happy. Ich ziehe meine Freude hier komplett aus dem Erkunden. Sieht die Welt noch hübsch und einigermaßen belebt aus, dann bin ich drin. Wenn diese dann auch noch sehr zugänglich ist, gerne mit ein paar Spikes zwischendrin, bin ich happy.

In der letzten Zeit war eines meiner absoluten Lieblingsspiele Dragon’s Dogma 2. War etwas eigen. Bei Weitem nicht perfekt, aber mich hat es wie kaum ein anderes Spiel reingezogen.
Crimson Desert hat irgendwie Ähnlichkeiten. Nicht nur grafisch. Auch im übergreifenden Spielekonzept. Ist etwas schwer zu erklären. Nicht ganz das klassische Erlebnis. Irgendwie Frickelwerk. Und viele Leute lieben es ja zu frickeln. Dann kann man solche Unarten dem Spiel doch auch verzeihen, oder?
Meine Neugier war geweckt und letztendlich war ich mir sicher, dass dieses Spiel eventuell doch die richtigen Knöpfe bei mir drücken würde. Also doch gekauft und durchgezogen.
Es ist soweit
Erste valide Tests, die sich super mit der Experience auseinandergesetzt haben, und einige Spieleerfahrungen von Justus haben dafür gesorgt, dass ich es geholt habe.
Nachdem es extrem viel zu diesem Spiel zu schreiben gibt, habe ich mich im Test dafür entschieden, es sehr knapp zu halten. Es soll ja nicht länger dauern, den Test zu lesen als das Spiel zu spielen.
Details über alles
Der Kaufprozess war super flüssig. In den Store. Kaufen. Festplatte aufräumen. Download 22 Minuten beobachten und das wars. Wow. Mega Experience! Die Bilder im Store haben mich total begeistert. Und erst die Promotexte dazu!
Der Startbildschirm weiß auch zu gefallen. So ein bisschen Skyrim-Vibes, wenn das Logo so schön schimmert. Toll.
Aber ich kann es auch verstehen, wenn diese Ladezeiten einigen sauer aufstoßen werden. Aber es gibt Leute mit Kindern und viel Geduld, denen sowas nix ausmacht. Muss also jeder für sich entscheiden, wie schwer das wiegt.
Einstellungen sind flott geändert. Ich kann auf Englisch umstellen. Ist auch nicht selbstverständlich. Bin happy.
Es gibt keinen Charaktereditor. Heißt man hängt nicht erst eine Stunde im Editor fest, sondern kann sofort mit Cliff loslegen. Und gleich in den ersten Sekunden wird klar: Tief gezeichnete Charakter mit tragischer Hintergrundgeschichte. Eigene Traumata, die es zu verarbeiten gilt. Eine fast philosophische Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt. Eine unglaublich filigrane Verwebung von Erzähltechnik und Dialogen.
Das wird es hier wohl nicht geben.
Ab ins Camp. Kurze Videosequenz und einmal ordentlich den verfeindeten Clan verprügeln. Bis man selber verprügelt, mit Pfeilen gespickt, abgestochen und die Kehle durchgeschnitten wird. So macht ein Endkampf Spaß.

Aber nach dem Endkampf ging es überraschenderweise weiter. Kurze Wiederbelebung in ner komischen Traumwelt. Bissi rumhüpfen. Wieder in der richtigen Welt erwachen. Sich über seinen vermeintlichen Retter freuen, Banditen schnetzeln und ab auf ein angeblich widerspenstiges Pferd steigen, welches sich bestens benahm und auf jede Eingabe sauber reagierte. Die NPC sind also entweder sehr dumm oder belügen einen. Vielleicht auch beides.
So ritt ich dahin und durfte die ersten Vistas begutachten. Ich war skeptisch, ob das auf der Series X ordentlich aussieht. Ich beneide die PC-Gamer mit guter Ausrüstung, die das Spiel auf Ultra-Max-Zeugs stellen können. Aber es ist aktuell gut genug. Kein Meilenstein. Aber hübsch. Der Weitblick hat mich schon erwischt.
Und damit kommen wir zum Ende meiner Reinspiel-Erfahrung nach einer halben Stunde.
Oh. Mist. Ich hatte ja oben Test geschrieben. Da ist mir wohl ein Fehler unterlaufen. Den reiche ich natürlich nach, wenn ich mehr Zeit reinversenkt habe. Bis dahin folgen aber wahrscheinlich aber 5-15 weitere Reingespielt-Artikel. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich das Spiel in 2026 durchspiele bewegt sich im Promille-Bereich. Aber wenn... Dann kommt ein Test.
Aber bis hierher. Klar GOTY. 10/10.
Nu denn. Gut Gaming.





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