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Johns joviales Joystick-Journal

14. Sept.
3 Min. Lesezeit

7.9. -13.9.2026

Meine Gaming-Woche: Viele Blutspaziergänge und Siedlungsbau mit Bärten



Diese Woche war ziemlich einfach zusammenzufassen: Ich habe fast ausschließlich Rebel Wolves Erstling The Blood of Dawn Walker gespielt. Entsprechend sind auch viele andere Dinge hinten runtergefallen. Keine Serien, keine Filme, nicht mal sonderlich viel YouTube.

Spielerisch stand jedoch alles im Zeichen von:


The Blood of Dawn Walker


Mittlerweile dürfte ich ungefähr bei der Hälfte des Spiels angekommen sein und habe weiterhin richtig viel Spaß damit. Besonders interessant finde ich, wie sehr das Spiel einen dazu bringt, sich aktiv mit dem Tag-und-Nacht-System auseinanderzusetzen. Anfangs habe ich noch relativ planlos vor mich hin gespielt, mittlerweile erwische ich mich aber dabei, ganze Abläufe im Voraus zu planen und meinen Spielstil an die jeweilige Situation anzupassen.

Auch beim Kampfsystem hat es bei mir irgendwann Klick gemacht.

Die Steuerung und die Kampfmechanik wirkten zunächst etwas sperrig, inzwischen machen sie mir aber ziemlich viel Spaß. Vor allem das direktionale Blocken und Kontern sorgt dafür, dass man ständig aktiv eingebunden bleibt. Man steht nicht einfach da und wartet darauf, dass irgendwelche Fähigkeiten wieder verfügbar sind, sondern arbeitet permanent mit dem Gegner mit.



Noch mehr überzeugt mich aber die Welt selbst. Man entdeckt die Welt und die Zusammenhänge durch die Augen von Coen und wächst quasi gemeinsam in die Aufgabe rein.

Die Quests sind gut geschrieben, die Charaktere bleiben hängen und selbst viele Nebenaufgaben fühlen sich an, als hätte sich tatsächlich jemand Gedanken darüber gemacht. Einige Geschichten haben mich dabei sogar deutlich stärker emotional erwischt, als ich erwartet hätte.

Je mehr Zeit ich mit dem Spiel verbringe, desto mehr habe ich das Gefühl, dass das nicht mein einziger Durchlauf bleiben wird. Ganz im Gegenteil. Aktuell freue ich mich fast schon auf einen zweiten Run gegen Ende des Jahres. Andere Entscheidungen treffen, andere Questpfade verfolgen und die Dinge machen, für die diesmal möglicherweise keine Zeit bleibt.

Und um ehrlich zu sein: Auf diesen zweiten Durchlauf freue ich mich momentan sogar mehr als auf den geplanten erneuten Witcher-3-Durchgang, den ich in Gedanken schon weiter nach hinten in Richtung DLC schiebe.


Das hätte ich vor ein paar Monaten so definitiv nicht erwartet.


Natürlich durfte auch Helldivers 2 nicht fehlen. Das gehört mittlerweile einfach zum festen Wochenprogramm.


So ungefährt sieht das nach 2 Minuten im Game aus, manchmal sind auch die Bugs oben und wir unten
So ungefährt sieht das nach 2 Minuten im Game aus, manchmal sind auch die Bugs oben und wir unten


Mittlerweile sind wir als Gruppe allerdings so eingespielt, dass wir fast nur noch auf Schwierigkeit 10 unterwegs sind. Nicht, weil wir besonders toll sind, sondern weil alles darunter inzwischen etwas zu entspannt geworden ist. Die Level-10-Missionen zwingen einen wenigstens noch dazu, konzentriert zu bleiben.

Der eigentliche Spaß liegt für mich dabei ohnehin nicht mehr in einzelnen Erfolgen oder Freischaltungen, sondern darin, mit denselben Leuten regelmäßig ein paar Stunden zusammenzuspielen. Nichts ersetzt ein eingespieltes Team. Ich kann jeden Teamkill mittlerweile am Stil der jeweiligen Person zuordnen ^^ Helldivers 2 bleibt damit weiterhin einer meiner Gaming-Heimathäfen. Egal was gerade sonst auf der Festplatte installiert ist.


Vikinger in Unterhose


Die zweite große Zeitfalle der Woche war überraschenderweise Valheim. Meine Ersteindrücke der 1.0 könnt Ihr in meinem Reingespielt Artikel nachlesen.

Mit dem 1.0-Release sind wir als Gruppe wieder eingestiegen und genau das passiert, was bei Valheim eigentlich immer passiert: Man möchte nur kurz reinschauen und stellt drei Stunden später fest, dass man immer noch Holz schleppt, Mauern baut oder irgendeine Idee für die Siedlung umsetzt.

Mal allein, mal zu zweit, mal zu sechst haben wir in unterschiedlichen Konstellationen gespielt und obwohl ich genau wusste, worauf ich mich einlasse, hat mich das Spiel wieder komplett erwischt.


Ist das da hinten Land? Ich muss sofort ein Boot bauen!1!1!!!111!!!1!!
Ist das da hinten Land? Ich muss sofort ein Boot bauen!1!1!!!111!!!1!!


Valheim ist eines dieser Spiele, bei denen die eigentliche Motivation selten der nächste Boss ist. Vielmehr sind es die kleinen Projekte unterwegs. Noch ein Gebäude. Noch eine Werkstatt. Noch ein Lagerhaus. Und plötzlich ist der Abend vorbei.

Ich bin jedenfalls ziemlich sicher, dass uns das noch einige Wochen begleiten wird.

Ansonsten blieb tatsächlich kaum Zeit für etwas anderes. Mit einem großen Rollenspiel wie Blood of Dawn Walker auf der einen Seite und dem erneuten Valheim-Sog auf der anderen war die Woche spielerisch bereits mehr als ausgelastet.

Aber ganz ehrlich: Das sind meistens die besten Wochen.

Nicht zehn Spiele anfangen, sondern zwei oder drei Titel finden, die einen wirklich packen und dann einfach darin versinken.


Musikalisch habe ich mich die Woche ein wenig auf Bikini Kill und Le Tigre eingeschossen - Wo Kathleen Hanna ihre Finger drin hat ist halt immer wieder großartig.




Fazit der Woche


Blood of Dawn Walker wird für mich mit jeder Spielstunde besser. Das Spiel hat sicherlich ein paar kleinere Ecken und Kanten, aber es schafft etwas, das nur wenige Rollenspiele schaffen: Ich freue mich nicht nur darauf weiterzuspielen, sondern schon jetzt auf den zweiten Durchlauf.

Dazu kommt das Wiederaufflammen der Valheim-Sucht und die obligatorischen Helldivers-Abende.


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